YVES' VERSPRECHEN

MittDOKs Delikatesse am 30.1. um 19 Uhr

Mit anschließendem Publikumsgespräch. Zu Gast: Regisseurin Melanie Gärtner. In Kooperation mit EZEF Ev. Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit.

Yves sitzt in Spanien fest. Es geht weder vorwärts noch rückwärts. Vor acht Jahren ist er in Kamerun aufgebrochen, um in Europa ein neues Leben zu beginnen. Seitdem hat die Familie nichts von ihm gehört. Die Filmemacherin Melanie Gärtner zeichnet Videobotschaften von Yves auf, reist damit nach Kamerun und trifft dort seine Familie. Bei all der Erleichterung über das Lebenszeichen von Yves werden Erwartungen laut, schließlich hat Yves es ins gelobte Europa geschafft. In den Augen seiner Familie kann nur er ihr Leben zum Besseren wenden. Er darf nicht scheitern, denn eine Rückkehr ist ausgeschlossen.

Flucht, Migration und Menschenrechte – das sind die Themen, mit denen sich Melanie Gärtner in ihren Filmen, Texten und Bildern häufig auseinandersetzt. So zum Beispiel in ihrem Debütwerk von 2012, der Dokumentation „Im Land dazwischen“, in dem sie die Situation in der spanischen Exklave Ceuta schildert. Auf die Geschichte rund um Yves und seine Familie stieß die studierte Ethnologin und Literaturwissenschaftlerin im Rahmen einer Recherchereise durch Westafrika.

Yves' Versprechen im Monopol Kino